Dienstplan 2024

Sommerfahrt nach Århus DänemarkSommerfahrt nach Århus Dänemark

Anfang August war es mal wieder soweit: Unsere 2-Jährige Ausfahrt stand vor der Tür. Dieses Mal verschlug es uns in unser Nachbarland Dänemark, genauer gesagt nach Århus. Durch einen Ehemaligen Kameraden hatten wir die Möglichkeit, in der dortigen Feuerwehrschule zu residieren.

Mit müden Gesichtern machten wir uns am Morgen des 2. August auf den Weg. Unterwegs gabelten wir unseren alten Kameraden auf, der bei der Organisation der Ausfahrt beteiligt war und uns die Woche über begleiten sollte.

In unserem Quartier angekommen entluden wir die Fahrzeuge und bezogen erst einmal unsere Zimmer. Viele standen den vorgefundenen Örtlichkeiten mit gemischten Gefühlen entgegen. Aus einem einfachen Grund: Die Schule ist bereits etwas älter gewesen, was man auch an den Fahrzeugen erkennen konnte, die für dortige Übungen benutzt wurden.

Als wir uns schließlich erst einmal eingelebt hatten war es dann doch recht gemütlich.

Der weitere Tagesverlauf war jedem selbst überlassen. Einige entschlossen sich, hinter dem Gebäude Fußball bzw. Football zu spielen während die anderen sich im „Partykeller“ des Hauses an einer Runde Billard versuchten.

Gegen Abend genossen wir eine Führung über das Gelände, auf dem wir am Dienstag einige Übungen mit der LF8 durchführen wollten. Hier konnten wir etwas regelrecht Einzigartiges bestaunen: Ein kleines Ruinendorf mit allen möglichen Formen von brennenden und eingestürzten Gebäuden. So etwas findet man in Deutschland nicht so häufig, und deshalb waren wir bereits sehr gespannt auf den nächsten Tag.

Mit unserer LF8 und aufgeteilt in 2 Gruppen stürzten wir uns am nächsten Morgen in unterschiedliche Szenarien. Vom kleinen Brand innen und außen bis zum Großeinsatz mit Personensuche im eingestürzten Gebäude war alles dabei. Das war für alle eine ganz neue Erfahrung, denn wann und vor allem wo darf man bei uns zuhause denn schon einmal das Strahlrohr in einem Gebäude aufreißen? Das war wohl für alle der beste Tag der ganzen Woche.

Am Abend besuchten wir noch die Berufsfeuerwehr in Århus. Eine so gut ausgestattete Feuerwehr findet man in Deutschland nur selten. Mit unter anderem einem 8000L TLF und einem 70 Knoten Taucher-Schlauchboot sind sie eine ausgezeichnet ausgerüstete Feuerwehr. Doch in Sachen Personal haben sie genauso zu kämpfen wie unsere Berufsfeuerwehren: Acht Mann für einen gesamten Löschzug! Da fragt man sich, wie es überhaupt zu bewerkstelligen ist, ein in einem Vollbrand stehendes Haus zu löschen. Bei uns sind in einem Löschzug 21 Mann. Das bedeutet, wir haben eine fast dreimal so hohe Personalstärke. Für die Dänen heißt das, dass sie ein perfekt eingespieltes Team sein müssen.

 

Am Mittwoch ging es dann auf eine Kanutour auf dem Gudena. Die Strecke war zwar nicht so berauschend, es ging größtenteils nur geradeaus und dass Wasser floss dort vergleichsweise schnell. Dadurch waren die 13 Kilometer viel zu rasch überwunden. Zu dem kamen noch einige recht starke Regenschauer, die alle bis aufs Mark durchweichten.

Während normalerweise immer um 10 Bettruhe war, durften wir den Mittwochabend etwas geselliger verbringen. Wir saßen in einer Gemütlichen Runde, hörten Musik und haben die Chips- und Colavorräte geplündert.

Donnerstag besuchten wir dann das Legoland Billund. Aufgeteilt in unsere drei Standartgruppen mit den unterschiedlichen Interessensklassen:“ Kopfüber-, Normale- und Märchengruppe“ stürzten wir uns auf die Attraktionen. Die erste „Achterbahn“ die wir in der „Kopfübergruppe“ entdeckt hatten sah am Anfang noch ganz vielversprechend aus, doch nach einer Stunde anstehen viel uns dann auf, dass die „Achterbahn“ in Wahrheit nur ein kleiner Rundkurs von ungefähr 40 Metern war. Das lehrte uns dann etwas genauer nachzusehen, was das eigentlich für Fahrgeschäfte waren, die wir aufsuchten. Mehr und mehr schlich sich bei uns das Gefühl ein, mit einem Alter von Teilweise 17 Jahren doch ein wenig fehl am Platze zu sein. Der ganze Park war eher auf eine etwas jüngere Altersgruppe ausgelegt und da waren wir, „Älteren“ der JF doch ein wenig gelangweilt.

Einige Highlight konnten wir dann doch noch mitnehmen, wie zum Beispiel die „Falck Fire Brigade“. Acht Teams von je vier Mann treten gegeneinander an um mit Lego-Feuerwehrautos zu einer Hausfront zu fahren und mit je zwei Strahlrohren ein Fenster zu „löschen“ und dann so schnell wie möglich wieder zurückzufahren. Alle unsere Teams der JF waren in ihrem Element und haben immer mit Abstand den ersten Platz erreicht, wobei der Altersvorsprung jedoch auch einen entscheidenden Vorteil ausgemacht haben könnte.

Unsere Freizeit verbrachten wir mit Spielen und Sport. Die beiden beliebtesten Aktivitäten waren Flag-Football und ein dänisches Spiel namens Rundbold ( eine Mischung aus Brennball und Baseball).

Da wir uns selber versorgen mussten spielte auch das Kochen eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Das war nicht für jeden so spaßig , aber trotz dem gab es immer leckeres Essen und und das ist das wichtigste.

Insgesamt kann man sagen, dass es eigentlich mal wieder eine gelungene Ausfahrt war, trotz des nicht immer ganz so guten Wetters. Vielleicht sollte man Ausflüge ins Legoland in Zukunft noch einmal überdenken, da der Altersunterschied einfach zu groß ist.

Mitnehmen können wir viele Erfahrungen und dass nicht nur hinsichtlich der zahlreichen Übungen unter sehr viel realistischeren Bedingungen als bei uns zu Hause sondern auch über das Leben in der Gruppe.

Schließlich bleibt uns die Erinnerung an eine schöne gemeinsame Zeit.Dazu möchten ich mich auch noch einmal bei unseren Betreuern dafür bedanken, dass sie diese ganze Aktion auf die Beine gestellt haben und uns dieses Erlebnis ermöglichten.

Und ich wünsche mir, dass alle Jugendlichen dies zu schätzen wissen, damit es auch weiterhin derartige Ausfahrten geben kann. 

gez. J. Petersen (Schriftwart)

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